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✛ Bibel im Leben Der Himmel im digitalen Zeitalter Den Leuten nicht nur aufs Maul, sondern auch auf den Bildschirm geschaut – so könnte man die Herausforderungen für eine Bibelübersetzung im 21. Jahrhundert beschreiben. Die Basis- Bibel stellt sich dieser Herausforderung – und verkündet das Evangelium in unserer Zeit. „Trotz des veränderten Leseverhaltens ist und bleibt die Bibel in unserer Kultur ein Buch, das sprichwörtliche ‚Buch der Bücher‘. Die Ausgabe einer Bibel ausschließlich im digitalen Format ist (noch) nicht denkbar. Die BasisBibel ist beides: Buch und App. Anstelle ‚echter‘ Links fi nden sich im Buch kurze Zusatzinformationen am Rand. Doch ihren vollen Funktions- und Informa tionsumfang entfaltet die BasisBibel erst in den digitalen Ausgaben: Im Internet (basisbibel.de), als App für mobile Endgeräte oder klassisch als DVD-ROM. „Crossmedial“ lautet hier das Zauberwort.“ HANNELORE JAHR Von Gott reden – aber wie? Wer biblisch-kirchliche Sprache nicht von klein auf gelernt hat, bekommt spätestens im Konfi rmandenunterricht 12 | die die Bibel aktuell Probleme. Luthers Bibelübersetzung hat zwar die deutsche Sprache geprägt und ist ein großartiges Sprachkunstwerk, für Ungeübte ist sie aber nicht leicht zu verstehen. „Für die Arbeit mit Jugendlichen brauchen wir eine Bibelübersetzung, die zu den neuen Sprach- und Lesegewohnheiten passt“, war aus der Jugendarbeit immer wieder zu hören. Der Versuch, die Luther-Übersetzung zu modernisieren, ist 1975 an seine Grenzen gestoßen. Zu vielen Menschen war die alte Sprache so vertraut, dass sie sich in der modernisierten Fassung nicht wiederfanden. Einen anderen Weg hat in den 1960er-Jahren die Gute Nachricht Bibel eingeschlagen. Als Neuübersetzung aus den Urtexten versucht sie, bei der Übersetzung vor allem den Sinn wiederzugeben. Damit ist sie eine „kommunikative Übersetzung“, die die Vermittlung des Textsinns über die philologische Nähe zum Urtext stellt. Obwohl eine solche Übersetzung auf ihre Weise eine zuverlässige Wiedergabe des Urtextes sein kann, wurde den Übersetzungen dieses Typs häufi g vorgeworfen, sie seien zu „frei“. Crossmedial Seit den letzten großen Neuausgaben der Bibel bei der Deutschen Bibelgesellschaft – Lutherbibel 1984 und Gute Nachricht Bibel 1997 – hat sich das Leseverhalten vor allem der jüngeren Generation drastisch verändert. Mit Smartphone und Tablet ist dem Buch der Bildschirm an die Seite getreten. Um auf diesen Geräten rezipiert zu werden, müssen Texte eher kurz, leicht zu lesen und die enthaltenen Informationen schnell zugänglich sein. Ein Zuviel führt dazu, dass das entsprechende Angebot weggeklickt wird. Ein Text muss gut gegliedert sein, seine Informationen in der zum Verständnis notwendigen Reihenfolge präsentieren und weiterführende Informationen am besten via Link abrufb ereit halten. Genau das ist die „Philosophie“ der BasisBibel. Verglichen mit anderen kommunikativen Übersetzungen kann sie sich enger an den Urtext halten, denn die nötigen Informationen stehen hier per Mausklick bereit. Trotz des veränderten Leseverhaltens ist und bleibt die Bibel in unserer Kultur aber ein Buch, das sprichwörtliche „Buch der Bücher“. Die Ausgabe einer Bibel ausschließlich im digitalen Format ist (noch) nicht denkbar. Und so ist die BasisBibel beides: Buch und App. Anstelle „echter“ Links fi nden sich im Buch kurze Zusatzinformationen


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